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Ein Wochenende im winterlich verzauberten Wien – Teil 1: Meine 7 Must Sees und ein Hoteltipp

11. März 2018
Wien-25hours-Hotel-beim-Museumsquartier

Unbezahlte Werbung, da Hotel und Orte empfohlen werden.

Schöner kann Wien nicht sein als bei minus sieben Grad und Sonnenschein an einem Wochenende Ende Februar. Die blassblaue Winterluft legt einen besonderen Zauber über die hellen Prachtbauten und die schneeüberzuckerten Gassen. Wir haben so charmant übernachtet, so viel gesehen und so gut geschlemmt, dass ich euch meine Entdeckungen unbedingt weitergeben möchte.

Wie oft habe ich schon gesagt, „ich komme mit“, wenn mein Mann mal wieder zu einer beruflichen Reise aufbrechen musste. Doch bisher hat es aus familiären Gründen oder meinen eigenen beruflichen Verpflichtungen noch nicht geklappt. Aber nun haben wir es tatsächlich geschafft, dass mein Mann nach seinen Businesstagen in Wien das Wochenende dranhängen und ich mit dem Zug am Freitag nachreisen konnte! Das dauert von München aus nur vier Stunden und schon mittags war ich in Österreichs Hauptstadt.

Meine 7 Must Sees in Wien

Damit die Informationsflut nicht zu unübersichtlich für euch wird, teile ich meinen Post über Wien auf in zwei Teile. Hier berichte ich euch über das, was ihr euch anschauen solltet, wenn ihr ein Wochenende in Wien seid, und wo wir übernachtet haben, und hier im zweiten Teil, verrate ich euch ein paar tolle Tipps zum Frühstücken und Abendessen in Wien.

#1 Leopold Museum – Ich sag nur Wow!

Das MuseumsQuartier, das achtgrößte Kulturareal der Welt und die ehemaligen Hofstallungen der Habsburger, war unser erster Anlaufpunkt. Im Innenhof des Areals stehen zwei markante kubische Bauten, der dunkle Basaltquader des mumok, des museums moderne kunst, und der helle Quader des Leopold Museums.

Wir hatten uns entschieden, die Sammlung Leopold zu besuchen, die zu den weltweit bedeutendsten Sammlungen österreichischer Kunst zählt mit Meisterwerken des Wiener Jugendstils, allen voran jene der von Gustav Klimt gegründeten Wiener Secession. Natürlich wollten wir auch die genau an diesem Freitag beginnende Jubiläumsschau von Egon Schiele aus Anlass seines 100. Todestages sehen.

Wien-Leopold-Museum

Unbedingt empfehlenswert ist die Ausstellung „WOW! The Heidi Horton Collection“ im Leopold Museum. Das erste Mal werden die 170 Werke dieser beeindruckenden Privatsammlung noch bis zum 29.7.2018 öffentlich gezeigt. Darunter sind Werken von Marc Chagall, Paul Klee, August Macke, Franz Marc, Joan Miró, Pablo Picasso, Roy Lichtenstein, Andy Warhol uvm. zu sehen. Leider werde ich euch hier keine Fotos der Gemälde zeigen, da ich die Bildrechte an den Kunstwerken nicht verletzen möchte.

Wien-Leopold-Museum-Ausstellung-Wow!

#2 Auf kaiserlichen Spuren: Maria-Theresien-Platz und Hofburg

Vom MuseumsQuartier kann man geradeaus bis in die Hofburg spazieren, über den Maria-Theresien-Platz, der eingerahmt wird von den ehrwürdigen Gebäuden des Naturhistorischen und Kunsthistorischen Museums, vorbei am riesigen Habsburger Denkmal mit der Erzherzogin Maria Theresia.

Wien-Maria-Theresien-Platz

Maria-Theresia-Denkmal

Wien-Theresienplatz-Naturhistorisches Museum

Naturhistorisches Museum

Man überquert den Burgring, geht durch das Burgtor und schon empfängt einen die Weite des Heldenplatzes mit den Gebäuden der Hofburg. Der Blink linkerhand geht über den Volksgarten bis zum Rathaus. In der Dämmerung sieht das besonders hübsch aus, da es mit Tausenden Lichtern illuminiert wird und auf der Fläche davor bis Anfang März der Wiener Eistraum stattfindet.

Wien-Heldenplatz-Fiaker

Fiaker auf dem Heldenplatz, dahinter das beleuchtete Rathaus

Wien-Hofburg

Die Hofburg in der Dämmerung

An unserem ersten Abend sind wir dann noch weiter durch den Kohlmarkt spaziert zum Stephansdom, den man natürlich auch besuchen sollte.

#3 Für Büchernarren: Prunksaal der Nationalbibliothek

Ein kleiner Geheimtipp: Wer einen Blick in den Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek, der ehemaligen Hofbibliothek und größten Barockbibliothek Europas, erhaschen möchte, und sich die 8 Euro sparen möchte, kann das am Eingang zur Bibliothek tun. Ich habe auch nur zweimal hineingeknipst. Natürlich sieht man mehr von den über 200.000 Bänden, wenn man richtig hineingeht, aber wenn die Zeit knapp ist und für einen Eindruck …

Wien-Josefsplatz

Am Josefsplatz liegt der Eingang zum Prunksaal

Wien-Nationalbibliothek-Prunksaal

Prunksaal Österreichische Nationalbibliothek

#4 Luftig-leichte Albertina, die besten Würstel und Palmen im Burggarten

So ein schönes Gebäude! Die gesamte Hofburg erstrahlt ja in hellstem Hellweiß, aber die erzherzoglichen Gemächer in der Albertina strahlen eine besonders zartluftige, imperiale Atmosphäre aus. Schon der mit einer Glaskuppel überdachte Innenhof in Puderlachsrosa versetzt einen in fröhliche Stimmung und geradezu heiter schritten wir durch die kostbar ausgestatteten Prunkräume.

Mit der Sammlung Baltliner „Monet bis Picasso“ besitzt die Albertina eine großartige Gemäldesammlung der Klassischen Moderne. Leider kann ich euch hier wieder keine Beispiel zeigen, aber auf der Homepage der Albertina findet ihr einige Abbildungen.

Wien-Albertina

Wien-Albertina

Unter dem verwöhnten Hasen, der nur Schampus trinkt – eine poppige Darstellung des berühmten Dürer-Feldhasen, dem prominentesten Objekt der Albertina – verbirgt sich Bitzingers Würstelstand. Hier soll man die besten Würstel der Stadt bekommen. Das scheint leider in jedem Wien-Führer zu stehen, sodass wir keine Lust hatten, uns in die enorm lange Schlange einzureihen, die ein Touribus gerade ausgespuckt hatte.

Wien-Bitzingers-Würstelstand-an-der-Albertina

So gingen wir weiter Richtung Burggarten, auf der Suche nach einem Lokal für eine Kaffeepause. Aber auch die Brasserie Palmenhaus in dem imposanten Gewächshaus mit wunderschönen Jugendstilornamenten war heillos überfüllt. Aber auch nur ein kurzer Blick in das Palmenhaus mit zahlreichen exotischen Pflanzen lohnt sich.

Wien-Burggarten-Café-Palmenhaus

#5 Winterstille und Sissi im Volksgarten

Schließlich wurden wir am Michaelerplatz fündig und wärmten uns im Café Klimt mit Wiener Melange und Apfel- und Topfenstrudel mit Schlagobers wieder auf. Aber ich kann leider nicht mehr als das Aufwärmen empfehlen, da die Qualität von Kaffee und Strudel eher durchwachsen war.

Mit wieder gut durchbluteten Fingern ging’s weiter in den Volksgarten. Im Sommer muss hier ein buntes Treiben herrschen und die Rosen blühen und duften dann sicherlich herrlich. Dagegen hat der morbide Charme im Winter auch seinen Reiz. Wir waren die Einzigen, die durch den einstigen Privatgarten der Erzherzöge zum Sissi-Denkmal schlenderten, und dahinter die altehrwürdigen Mauern des Burgtheaters erspähten.

Wien-Volksgarten-Sissi-Denkmal-Café-Klimt-Fiaker

#6 Ringsherum

Ich hatten von meinem letzten Wienbesuch – das ist viele Jahre her und war mit dem Leistungskurs Musik auf den Spuren berühmter Komponisten – noch im Kopf, dass man sich mit der Straßenbahn wunderbar die Ringstraße entlang, vorbei an all den prachtvollen Bauten, kutschieren lassen kann. Die 9 Euro der teure Ring Tram wollten wir uns sparen, und wie die Einheimischen mit den städtischen Wiener Linien fahren. Früher befuhren die Linien 1 und 2 tatsächlich die Ringstraße als Endlosschleife. Heute muss man umsteigen, möchte man mit der Linie 1 nicht am Prater landen, wie es uns ging. Aber das machte nichts, das Sitzen und die Wärme taten gut.

Für eine Ringstraßenrunde steigt man am besten am Schwedenplatz in die Linie 2 Richtung Ottakring, bei der Oper steigt man in die Linie 1 um, um wieder bis zum Schwedenplatz weiterzufahren.

Wien-Oper-Straßenbahn-Ring-Parlament

Details der Staatsoper, das Parlament und eine Straßenbahn an der Ringstraße

#7 Schloss Schönbrunn – Sissis Märchenschloss

Eines der schönen Schlösser muss man natürlich auch gesehen haben. Im Wiener Stadtbereich gibt es das prachtvolle Barockschloss Belvedere, das aus einem unteren und einem oberen Schloss besteht. Das Obere Belvedere  beherbergt eine der bedeutendsten Kunstsammlungen Österreichs mit bekannten Werken von Gustav Klimt wie dem „Kuss“.

Und es gibt Schloss Schönbrunn, die ehemalige Sommerresidenz der Habsburger. Da wir uns gern, bevor wir uns mit dem Auto auf die Heimreise machen würden, bewegen wollten, entschieden wir uns für dieses Schloss, da wir uns im blassen, klirrendkalten Sonnenlicht einen bezaubernden Blick von der Gloriette versprachen. Die geschichtsträchtigen kaiserlichen Gemächer können natürlich auch in diversen Touren besichtigt werden. Einst spielte hier das Wunderkind Mozart für die Kaiserin Maria Theresia oder Sissi residierte hier.

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Blick von der Gloriette auf Schloss Schönbrunn

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Schloss Schönbrunn

Die Entscheidung war genau richtig. Es ist ein schöner Spaziergang zur Gloriette, zwar wegen der winterlichen Verhältnisse nicht auf direktem Weg frontal die Anhöhe hinauf, sondern etwas weiterräumiger über den Tirolerweg, dafür mit Blick auf den ältesten Zoo der Welt. Der Ausblick von dort oben auf die Schlossanlage und Wien im Dunst ist wirklich imposant.

Wien-Schloss-Schönbrunn-Gloriette

Gloriette im Schlosspark von Schönbrunn

Wien-Schloss-Schönbrunn-Gloriette

Details der Gloriette

Wien-Schloss-Schönbrunn-Gloriette

Hoteltipp in Wien: Beste Lage und entspannter Flair

Das 25hours Hotel im 7. Bezirk war der ideale Ausgangspunkt für unsere Erkundungstouren durch Wien. Zu Fuß ging’s gleich um die Ecke ins kreative „Siebte“, dem Neubau, in die Innere Stadt oder das MuseumsQuartier. Ein junges Hotel, charmant-locker und ein bisschen verrückt.

25hours Hotel Wien beim MuseumsQuartier
Lerchenfelder Straße 1-3
1070 Wien

Wien-25hours-Hotel-M+-Zimmer

We are all mad here

… behaupten große Leuchtbuchstaben über dem Eingang des Hotels. Angenehm verrückt empfängt einen die unkonventionell gestaltete Hotellobby mit Sofortbild-Automaten und gemütlich gestalteten Sitzecken. Im angrenzenden 1500 Foodmarkers Restaurant soll man auch gut frühstücken können, habe ich mir sagen lassen (… mein Mann hat es die vorhergehenden Tage getestet). Aber wir hatten uns nette Frühstückscafés für die nächsten zwei Tage rausgesucht, von denen ich euch im meinem Wien-Post Teil 2 berichte.

Einen Tipp für euer Auto habe ich noch, falls ihr damit anreist. Es gibt zwar eine hoteleigene Parkgarage, aber für die Hälfte des Preises haben wir in der nur 600 m entfernten Parkgarage MuseumsQuartier geparkt.

Ein besonderes Highlight ist der stadtbekannte Dachboden des 25hours Hotels mit herrlichem Blick in die Innenstadt. Wir waren nach dem Abendessen noch kurz auf einen Absacker oben und genossen die lockere und ausgelassen Stimmung.

Wien-25hours-Hotel

Hereinspaziert

Das Design der Zimmer spielt mit den Träumen und Sensationen der Zirkuswelt. So zeigt eine große bunte Tapete über dem Betthaupt surreal-exotische Szenen mit Artisten und Akrobaten unter dem Grand Chapiteau. Es sind die durchdachten liebevolle Details, die sofort zum Wohlfühlen einladen. Allein die besonderen Pflegeprodukte „Stop the water while using me“ oder zwei Blechtassen als Zahnputzbecher haben es mir gleich angetan.

Wien-25hours-Hotel-M+-ZimmerWien-25hours-Hotel-M+-Zimmer

 

… und das Beste bei einer Reise nach Wien im Winter: Wir konnten überall spontan hingehen und mussten vorab keine Online-Tickets für bestimmte Zeitfenster buchen.

Man kann noch so viel mehr in Wien erleben, ein Theaterbesuch am Abend wäre sicher grandios oder ein Besuch auf dem Naschmarkt, ein Ausflug ins Wiener Umland oder, oder, oder …

In meinem zweiten Blogpost über Wien erzähle ich euch dann, wo wir hervorragend gegessen haben.

Reiseposts sind ja immer etwas aufwendig und haben eigentlich viel zu viele Fotos. Aber ich selbst schaue mir unwahrscheinlich gern Reisetipps anderer Blogger an und bereite mich auf Reisen am liebsten so vor. Wenn euch der Beitrag gefällt, nehmt ihn doch mit auf Pinterest. Da sammle ich persönlich selbst gern Tipps für meine Lieblingsreiseziele.

Wien-Reisetipps

Danke für’s Lesen und schreibt mir, wenn ihr auch mal nach Wien reist.

Baba

Dorothee

 

 

 

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