Mitten im kleinen Weindorf Puligny-Montrachet liegt das COMO Le Montrachet. Drei historische Häuser, stilvolle Zimmer mit Blick auf den Dorfplatz, ein ausgezeichnetes Restaurant und die berühmten Weinberge im Herzen der Côte de Beaune direkt vor der Tür. Perfekte Basis für ein paar Tage im Burgund.

Es ist so idyllisch, dass es fast schon unrealistisch ist. Die ersten Sonnenstrahlen blinzeln durch die Fensterläden. Ich öffne sie und vor mir liegt der kleine Dorfplatz von Puligny-Montrachet. Noch verschlafen. Nur die Vögel sind schon wach. Für einen kurzen Moment rollt ein Traktor durch die Stille. Zurück bleibt Ruhe. Kein Verkehr, kein Lärm, nicht einmal ein Flugzeug. Nur das leise Leben eines kleinen burgundischen Dorfes, das sich um Wein und um das gute Leben dreht.
COMO Le Montrachet: Boutique-Hotel im Herzen von Puligny-Montrachet
Würde sich eines der Häuser nicht durch den Schriftzug COMO Le Montrachet outen, man würde es kaum als Hotel erkennen. So selbstverständlich fügt sich das Fünf-Sterne-Boutique-Hotel der COMO-Gruppe in das kleine Dorf Puligny-Montrachet ein, dass es eher wie ein Teil des Platzes wirkt als wie ein klassisches Hotel. Erst 2023 eröffnet und seit 2024 mit einem Michelin Key ausgezeichnet.

Rund um die sandfarbenen Natursteingebäude am Dorfplatz verteilen sich die 30 Zimmer und Suiten des Hotels auf drei historische Häuser. Das Haupthaus, einst ein Gasthof aus dem 19. Jahrhundert, beherbergt heute Rezeption, Restaurant und Bar. La Résidence, früher Stallungen, und die Villa Christine, ein klassisches Burgunderhaus, ergänzen das Ensemble.

Schon auf dem Parkplatz kommt uns ein Concierge entgegen, begrüßt uns herzlich und begleitet uns ins Haus. Uns empfängt unverkennbar die Handschrift der Mailänder Designerin Paola Navone. Überdimensionierte Lampenschirme, verspielte Kronleuchter, sorgfältig abgestimmte Farben in Blau- und Grüntönen. Holzdecken, Türen, Wände, Möbel, alles spricht dieselbe Sprache. Eine Mischung aus Eleganz und Lässigkeit. Das Design, das mich schon im COMO Castello del Nero begeistert hat. Hier ist es französischer Landhausstil, modern und entspannt interpretiert, charmant, aber nicht überladen. Mit einem Glas Crémant de Bourgogne kommen wir in der weltberühmten Weinregion an.





Zimmer im COMO Le Montrachet: Wohnen zwischen Dorfplatz und Design
Schlafen unter historischem Dachbalken in der Villa Christine
Wir überqueren den kleinen Dorfplatz und werden vom Concierge hinüber in die Villa Christine begleitet, direkt gegenüber des Haupthauses des COMO Le Montrachet.

Fünf Zimmer und Suiten verteilen sich hier fast wie in einem privaten Refugium. Unser Manoir Deluxe-Zimmer liegt direkt unter dem historischen Dachgebälk. Grau-weiß dominierte Kontraste treffen auf verspielte Details: Stuhl, Sessel und eine elegante Chaise Lounge im ikonischen Toile-de-Jouy-Muster.





Das Badezimmer beeindruckt mich besonders. Der breite Spiegel wird zur Bühne: Er reflektiert das Licht, das durch das Sprossenfenster gegenüber fällt, und malt beinahe ein lebendiges Bild aus blauem Himmel und grünen Baumwipfeln. Wie eine Installation schweben fünf Hängelampen von der Decke, jede in einer anderen Höhe, und bringen Bewegung in den Raum.




Der Postkartenblick aus dem Fenster auf den hübschen Dorfplatz ist zu jeder Tageszeit wunderschön.

Einrichtung zwischen Reben und Raffinesse
Paola Navone hat sich ein stimmiges Gesamtbild überlegt: Jedes der drei Gebäude erzählt seine eigene Farbgeschichte, inspiriert von den Landschaften der Bourgogne.
Im Haupthaus spiegeln sich sanfte Blaunuancen, ruhig wie der Himmel.



In La Résidence dagegen dominieren Grün- und Grautöne wie die Reben und Steine der Weinberge. Und in der Villa Christine bringen Schwarz-Weiß-Akzente einen modernen Touch in das private Landhausgefühl.



Keines der 30 Zimmer und Suiten gleicht einander. Schnitte, Details, kleine Eigenheiten sind individuell. Maßgefertigte Möbel, fein abgestimmte Textilien und die besondere Mischung aus französischer Lässigkeit und stillem Luxus sind verbindende Elemente.
Restaurant Le Montrachet: Essen unter Supermoons
Wow! Beim Betreten des Restaurants Le Montrachet bleibt man unweigerlich kurz stehen. Schon durch die Türbögen fallen die großen, runden Kugeln ins Auge, die über den Tischen schweben. Der Blick geht automatisch nach oben. Riesige, leuchtende Supermoons baumeln von der hohen Decke.


Darunter entsteht eine angenehme Balance: schwere Vorhänge und Kissen wie in den Zimmern im Toile-de-Jouy-Muster bringen eine gewisse Eleganz, während Korbstühle, wunderschöne Kalksteinwände und die mit geflochtenem Rundholz verkleidete Rückwand eine warme, fast ländliche Note hineinbringen.




Frühstück im COMO Le Montrachet: Genuss statt Buffetstress
Das Frühstück im COMO Le Montrachet setzt nicht auf Masse, sondern auf Qualität. Kein überladenes Buffet, keine endlosen Reihen an Speisen, stattdessen eine bewusst reduzierte Auswahl mit richtig guten Produkten. Frisches Brot, regionaler Käse und Schinken, cremiger Joghurt mit hausgemachtem Granola, frisches Obst und dazu perfekter Kaffee. Und natürlich landet in Frankreich auch ein Croissant auf dem Teller.




Ergänzt wird das Angebot durch die leichte COMO Shambhala Küche à la carte. Die Gerichte sind bewusst ausgewogen, mit wenig Zucker, Salz und unnötigen Kohlenhydraten, aber voller Geschmack. Es gibt cremiges Porridge mit Mandelmilch, Bananen-Pancakes mit Passionsfrucht oder saisonales Gemüse mit Kräutern und pochiertem Bio-Ei.
Auch die Eierspeisen werden frisch nach Wunsch zubereitet, vom klassischen Omelett bis zu Eggs Benedict. Und für meinen besonderen Frühstücksmoment, den ich mir in Frankreich gönnen muss: hauchdünne Crêpes mit Erdbeeren und Honig.


Fine-Dining in Burgunds berühmtester Weinregion
Am Abend zeigt das Le Montrachet dann seine zweite Seite. Aus dem entspannten Bistrogefühl vom Morgen wird ein stilvolles Fine-Dining-Erlebnis, ohne steife Atmosphäre, dafür mit viel Gespür für Genuss.



Serviert wird eine moderne französische Küche, die sich klar an den Jahreszeiten orientiert. Fünf Gänge lang erleben wir klassische Aromen der Region in zeitgemäßer Interpretation, begleitet von kleinen Amuse-Bouches zum Auftakt und feinen Pralinen zum Abschluss.






Zu jedem Gang empfiehlt unsere Sommelière den passenden Wein aus dem beeindruckenden Weinkeller des Hauses. Im Glas landen große Namen und charakterstarke Weine aus den renommiertesten Lagen der Region.
So ein Abend macht einfach Spaß. Es ist ein Erlebnis, französische Genusskultur genau dort zu erleben, wo sie zuhause ist.
Mit dem E-Bike durch die Weinberge von Puligny-Montrachet
Puligny-Montrachet ist klein und trotzdem einer der berühmtesten Namen der Weinwelt. Rund um das Dorf ziehen sich endlose Rebreihen über sanfte Hügel. Genau hier entstehen einige der besten Weißweine der Welt.
Das COMO Le Montrachet stellt uns für den Tag zwei bestens ausgestattete E-Bikes bereit, inklusive Kartenmaterial mit den schönsten Routen durch die Weinberge. Es gibt kaum eine bessere Art, diese Region zu entdecken.

Gemächlich fahren wir vorbei an den berühmten Lagen der Côte de Beaune, rollen durch traditionsreiche Weindörfer wie Meursault und Pommard und queren die berühmten Grand-Cru-Weinberge. Mit dem Rad bekommt man ein viel besseres Gefühl dafür, wie klein viele der Parzellen tatsächlich sind und versteht auch die Preise mancher Spitzenweine.









Unterwegs wird überall gearbeitet. Winzer kontrollieren die Reben, richten Drähte aus oder schützen die jungen Triebe vor den noch kalten Nächten. Zwischen den Rebzeilen stehen beheizbare Konstruktionen oder einfache Metalleimer mit Kerzen, die nachts Wärme spenden sollen. Hier draußen merkt man schnell, wie viel Handarbeit und Präzision hinter jeder einzelnen Flasche steckt.
Zurück im Hotel gibt es eigentlich nur einen logischen Abschluss: ein leichter Lunch auf der Terrasse des Le Montrachet und dazu natürlich ein Glas Montrachet.


Weinprobe in der Maison Chanzy: Burgund verstehen – Schluck für Schluck
Nachdem wir den Vormittag zwischen den Weinbergen verbracht haben, wollen wir jetzt endlich wissen, warum die Weine aus Puligny-Montrachet weltweit so gefeiert werden. Dafür müssen wir nicht weit laufen. Direkt neben der Villa Christine liegt die Maison Chanzy, genau der richtige Ort, um tiefer in die Welt der Burgunder Weine einzutauchen.
Schon der Raum macht Eindruck. Unter historischen Gewölben aus hellem Burgunderstein sitzen wir an schlichten Holztischen auf Armlehnstühlen mit Wiener Geflecht. Minimalistisch gestaltet, aber mit viel Atmosphäre. Der Weinkeller stammt ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert und öffnet sich zu einer Terrasse mit Blick auf die Hänge des Montrachet, also genau dorthin, wo einige der berühmtesten Weißweine der Welt entstehen.





Wir probieren drei Weiß- und drei Rotweine von Maison Chanzy, Besonders spannend finde ich dabei, wie unterschiedlich die Weine trotz derselben Rebsorten schmecken. In Burgund dreht sich fast alles um zwei Trauben: Chardonnay bei den Weißweinen und Pinot Noir bei den Rotweinen. Und trotzdem schmeckt kein Wein wie der andere. Mal mineralisch und kühl, mal cremig und weich. Dieses Zusammenspiel aus Boden, Lage und Mikroklima, hier sagt man einfach Terroir, macht das Burgund so besonders.




Unser Gastgeber erzählt mit beeindruckender Leidenschaft von den jahrhundertealten Traditionen des Weinbaus. Besonders faszinierend finde ich das burgundische Klassifizierungssystem. Premier Cru oder Grand Cru bewertet hier nicht die Qualität eines einzelnen Jahrgangs oder Weinguts, sondern ausschließlich die Lage der Weinberge. Diese Einstufungen wurden bereits vor Jahrhunderten festgelegt und gelten bis heute. Manche Parzellen sind winzig klein, oft nur wenige Reihen Rebstöcke und genau deshalb so begehrt.
Beaune entdecken: Geschichte und französisches Lebensgefühl
Das COMO Le Montrachet ist für uns die perfekte Homebase, um das Burgund zu erkunden. Während man Richtung Norden problemlos Dijon oder die Weinregion Chablis entdecken kann, eignet sich Puligny-Montrachet ideal als Station für den südlichen Teil der Bourgogne zwischen Grand-Cru-Weinbergen, kleinen Weindörfern und einigen der schönsten Landschaften Frankreichs. Von hier aus lässt sich Beaune in nur etwa 20 Minuten mit dem Auto erreichen, ideal für einen entspannten Tagesausflug in die wohl charmanteste Weinstadt Burgunds. Das Hotel bietet auch kostenlose Shuttlefahrten nach Beaune an.

Das absolute Wahrzeichen der Stadt ist das berühmte Hospices de Beaune, berühmt wegen seiner prachtvollen gotischen Architektur und der bunten Dächer aus glasierten Ziegeln. Es wurde im Jahr 1443 als Krankenhaus und Armenhospiz gegründet. Nach den Folgen des Hundertjährigen Kriegs und einer Hungersnot ließ der damalige Kanzler Nicolas Rolin das Hospiz für Kranke und Bedürftige errichten. Über Jahrhunderte wurden hier Menschen kostenlos versorgt, finanziert unter anderem durch Weinberge und Spenden wohlhabender Bürger.



Danach lohnt ein Bummel durch die Altstadt. Besonders schön ist die komplett erhaltene Stadtmauer rund um die Altstadt. Teile davon kann man entlanglaufen und bekommt einen tollen Blick über die Dächer von Beaune. Auch die kleinen Plätze und Innenhöfe machen den Reiz der Stadt aus. Überall verstecken sich Weinhandlungen, Cafés oder historische Gebäude.


Wir haben zwei Restaurants entdeckt, die ich sofort wieder besuchen würde: Caves Madeleine und Soul Kitchen: Ehrliche, französische Bistroküche mit kreativen Gerichten in entspannter Stimmung.






Häufige Fragen zum COMO Le Montrachet
- Für wen ist das Hotel geeignet?
Ideal für Paare, Genießer und Weinliebhaber, die Ruhe suchen und gleichzeitig tief in die Burgunder Lebensart eintauchen möchten. Die Atmosphäre ist persönlich, entspannt und stark auf Kulinarik und Wein ausgerichtet. - Wann ist die beste Reisezeit für das Burgund?
Besonders schön ist das Burgund im Frühling und im Herbst. Dann zeigt sich die Landschaft von ihrer besten Seite. Gerade die Weinlese-Zeit bringt eine besondere Energie in die Dörfer und Weinberge. - Wie teuer ist eine Nacht im COMO Le Montrachet?
Je nach Saison gehoben, aber im Kontext des Erlebnisses absolut nachvollziehbar. Dafür bekommt man kein Standard-Luxushotel, sondern ein sehr stimmiges Gesamtpaket aus Lage mitten im Weindorf, hochwertigem Design, exzellentem Service und einer Küche auf sehr hohem Niveau. Man zahlt hier weniger für ein Zimmer und mehr für das Gesamterlebnis.

Mein Fazit: Empfehlung für das COMO Le Montrachet
Das COMO Le Montrachet verbindet auf sehr stimmige Weise luxuriösen Lifestyle mit individuellen Erlebnissen und einer angenehm unaufgeregten Gastfreundschaft.
Im Gedächtnis bleiben vor allem die vielen kleine Eindrücke: das Restaurant mit seinen „schwebenden Supermoons“, das elegante, zugleich verspielte Interior Design der drei Häuser, das Fine Dining mit saisonaler Küche und perfekt abgestimmten Burgunder Weinen oder das Frühstück, das bewusst ohne Buffetstress auskommt und stattdessen auf Qualität setzt.
Ebenso prägend ist das direkte Eintauchen in die Region: mit dem E-Bike durch die Grand-Cru-Lagen, vorbei an winzigen Parzellen und bekannten Dörfern, und das Verstehen, was Weinkultur im Burgund wirklich bedeutet, wie viel Handarbeit, Präzision und Terroir in jedem Glas steckt.
Würde ich wiederkommen? Ohne zu zögern.
Alles Liebe
Dorothee
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Die Recherchereise für diesen Beitrag wurde unterstützt vom COMO Le Montrachet.


