Arosa im Sommer: Die schönsten Ausflüge, Wanderungen & Tipps

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Arosa im Sommer zeigt die Schweizer Bergwelt von ihrer vielleicht schönsten Seite: angenehme Temperaturen, tiefblaue Bergseen, spektakuläre Gipfel und die legendäre Rhätische Bahn. Begleite uns von der Zwei-Seen-Wanderung über den Langwieser Viadukt bis zum perfekten Gipfelkuchen und erfahre, warum Arosa gerade im Sommer ein überraschend vielseitiges Reiseziel ist.

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Wenn die Hitze in Chur flimmert, gibt es eigentlich nur eine vernünftige Richtung: nach oben. Serpentine um Serpentine schrauben wir uns höher, während die Häuser von Chur langsam kleiner werden und die Landschaft immer alpiner. 1.800 Höhenmeter später ist die Hitze vergessen. Stattdessen: klare Bergluft, grüne Hänge, tiefblaue Seen und Temperaturen, bei denen man im Hochsommer tatsächlich wieder Lust auf Wanderschuhe bekommt.

Willkommen in Arosa.

Arosa wurde im 19. Jahrhundert als Luftkurort bekannt. Die heilende Bergluft lockte Gäste aus ganz Europa an. Mit der Chur–Arosa-Bahn begann 1914 der Weg zum heutigen Ferienparadies.

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Wir sind für ein paar Sommertage in den Bündner Bergen und wohnen im BelArosa Chalet, einem Ort, den ich dir bereits ausführlich in meinem Artikel über das außergewöhnliche Fünf-Sterne-Chalet vorgestellt habe. Viel Platz, eigener Skypool und gleichzeitig der Service eines Fünf-Sterne-Hotels.

Hier geht es zu meinem ausführlichen Artikel über das BelArosa Chalet

Diesmal wollen wir aber vor allem raus. In die Berge, zu den Seen, auf zwei Räder und natürlich in eine der berühmtesten Schweizer Bahnen.

Arosa ist im Sommer mindestens genauso eine Reise wert wie im Winter.

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Zwei-Seen-Wanderung: Vom Schwellisee zum Älplisee

Eigentlich könnte es ganz bequem sein. Direkt am BelArosa Chalet fährt der Ortsbus vorbei bis zur Hörnli-Talstation, dem Ausgangspunkt der Zwei-Seen-Wanderung. Mit der Arosa Card ist die Fahrt inklusive.

Aber wir wollen es sportlich. Also Wanderschuhe an und direkt vom Chalet los.

Die offizielle Route führt von der Hörnli-Talstation über den Älplisee und den Schwellisee zurück. Wir drehen die Runde einfach um und machen den Schwellisee zum ersten Ziel.

Hinter uns bleibt Arosa langsam zurück, vor uns breitet sich die Bergwelt aus. Die Luft ist frisch, die Sonne angenehm und das Grün der Wiesen leuchtet nach den heißen Tagen im Tal besonders intensiv.

Der Schwellisee liegt ruhig in der alpinen Landschaft, eingerahmt von Bergen, die hier oben ganz nah sind. Kein Stadtlärm, kein Verkehr, nur Wind, Kuhglocken und dieses beeindruckende Panorama.

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Danach geht es weiter Richtung Älplisee. Die Landschaft wird zunehmend alpiner und auch der Weg anspruchsvoller. Im letzten Abschnitt wird es noch einmal richtig sportlich: Geröll, steilere Passagen und eine Seilsicherung verlangen etwas Trittsicherheit und Konzentration.

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Aber dann liegt er vor uns. Der Älplisee.

Tiefdunkelblau, fast unwirklich, eingebettet zwischen den Bergen. Wir bleiben stehen und schauen einfach. Auf den See. Auf die Gipfel.

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Einkehren

Auf dem Rückweg wartet dann die nächste Belohnung: eine Einkehr im Alpenblick auf knapp 2.000 Metern mit grandiosem Gipfelpanorama.

Arosa ist übrigens auch ein kleines Paradies für Wasserliebhaber. Zahlreiche natürliche Quellen speisen die Region, jede mit ihrer eigenen Mineralisierung. Im Alpenblick probieren wir die Gitziggufer-Quelle. Das frische Bergquellwasser kommt direkt aus der Quelle hinter dem Haus.

Gut zu wissen

Die offizielle Tourismusseite von Arosa stuft die Zwei-Seen-Wanderung als mittelschwer ein, gute Kondition wird vorausgesetzt. Unsere Variante direkt vom BelArosa Chalet war rund 13 Kilometer lang, mit etwa 500 Höhenmetern bergauf und wieder bergab.

Wer der offiziellen Route ab der Hörnli-Talstation folgt, hat es etwas kürzer: 7,7 Kilometer und 355 Höhenmeter.

Mit dem E-Bike zum Langwieser Viadukt

Am nächsten Morgen tauschen wir die Wanderschuhe gegen E‑Bikes. Bei Gisler Sport, nur ein paar Minuten vom BelArosa Chalet entfernt, holen wir zwei Räder ab. Unser Ziel: Langwies und der legendäre Langwieser Viadukt.

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Die Strecke von Arosa nach Langwies gilt als leichte Mountainbike‑Tour: neun Kilometer über Wald- und Naturwege, rund 500 Höhenmeter bergab. Für meinen Mann ist das purer Flow. Für mich als Anfängerin gibt es ein paar steile Schotterpassagen, bei denen ich lieber absteige und schiebe. Sicher ist sicher.

Wir fahren durch dichte Wälder, queren immer wieder die Gleise der Rhätischen Bahn und genießen das leise Rattern der roten Züge, die hier oben zum Landschaftsbild gehören wie die Bergwiesen.

Kurz vor Langwies wartet eine kleine Überraschung am Wegesrand: eine Bücherbox, liebevoll bestückt mit Romanen und Kinderbüchern. Ein Ort zum Stöbern und Tauschen.

Dann erreichen wir Langwies und stehen direkt vor unserem Ziel: an den Gleisen des berühmten Langwieser Viadukts.

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Der perfekte Moment

284 Meter lang und 62 Meter hoch überspannt die Stahlbetonbrücke das Tal. Der Langwieser Viadukt wurde zwischen 1912 und 1914 für die Bahnlinie Chur–Arosa gebaut und war bei ihrer Fertigstellung die weltweit erste Eisenbahnbrücke aus Eisenbeton mit einer Bogenspannweite von 100 Metern.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Gleise hockt eine junge Frau und wartet offensichtlich auf etwas.

„Der Zug kommt in elf Minuten“, erklärt sie uns.

Also warten wir gemeinsam.

Und tatsächlich: Wenig später kündigt sich die Rhätische Bahn an. Der rote Zug taucht zwischen den Bäumen auf, fährt auf den Viadukt und rauscht über die elegante Betonbogenkonstruktion. Wir filmen, fotografieren und freuen uns über diesen kleinen, ziemlich perfekten Reise-Moment.

Danach geht es weiter: Die Strecke führt durch den Wald unterhalb des Langwieser Viadukts entlang, bevor es wieder hinauf zum Bahnhof Langwies geht.

Ein Museum mitten im Viadukt

Das 2025 neu eröffnete Viadukt Museum ist ungewöhnlich, schon allein deshalb, weil es nicht nur in den historischen Bahnhofsräumen untergebracht ist, sondern sogar in einem der Viaduktpfeiler.

Es erzählt die Geschichte des Bauwerks, der Bahnpioniere und der Chur-Arosa-Linie. Zu sehen sind historische Filmaufnahmen und interaktive Stationen, darunter Kurbelkinos, Klangräume und Polaroid-Installationen. Das eigentliche Highlight bleibt allerdings das Bauwerk selbst.

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Mit zwei E-Bikes in der Rhätische Bahn

Für den Rückweg nach Arosa nehmen wir wie geplant die Rhätische Bahn. Mit der Arosa Card ist die Fahrt für uns inklusive, nur für die E-Bikes fällt ein Aufpreis an.

In Langwies wartet allerdings erst einmal eine kleine Herausforderung auf uns: Hier gibt es keinen klassischen Bahnsteig. Wir stehen mit unseren beiden E-Bikes im Gleisschotter und schauen auf die erstaunlich hohen Stufen zum Zug. Leicht sind E-Bikes gerade nicht. Die Zugschaffnerin, eine hilfsbereite Mitreisende und mein Mann packen mit an. Gemeinsam wuchten wir die beiden Räder in den Zug. Und dann beginnt eine der schönsten Zugfahrten überhaupt.

Die Arosa-Bahn startet mitten in Chur zunächst wie eine Straßenbahn, bevor sie sich durch Tunnel und über spektakuläre Brücken immer weiter hinauf ins Schanfigg schlängelt. Auf 26 Kilometern überwindet sie rund 1.000 Höhenmeter und braucht dafür gerade einmal eine Stunde. Von Langwies sind es noch 18 Minuten bis Arosa, vorbei an Wäldern, Felsen und steilen Berghängen. Eine Strecke, bei der man eigentlich ständig aus dem Fenster schauen möchte.

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In Arosa steigen wir direkt am Güterschuppen aus. Ein ziemlich passender Abschluss für unseren Bahn- und Fahrradtag: Das Restaurant liegt an der Oberseepromenade und serviert von morgens bis abends warme und kalte Küche und sogar Bier aus Arosa.

Hoch hinaus: Das Weisshorn

Am nächsten Tag dürfen die Beine ein bisschen Pause machen. Wir nehmen die Bahn und schweben mit der Luftseilbahn hinauf aufs Weisshorn. Für Übernachtungsgäste sind auch die Aroser Bergbahnen mit der Arosa Card inklusive.

Wer an der Mittelstation aussteigt, kann dort noch einen Abstecher ins Arosa Bärenland machen. Im schweizweit ersten Bärenschutzzentrum finden gerettete Bären ein neues Zuhause mitten in der Berglandschaft mit Weiden, Felsen und Teichen. Ein schönes Beispiel dafür, wie sich Tierschutz und Tourismus verbinden lassen.

Während wir weiter nach oben fahren, wird Arosa unter uns langsam kleiner. Oben angekommen, stehen wir auf 2.653 Metern und die Bündner Bergwelt liegt uns zu Füßen. Der Blick reicht hinunter Richtung Arosa und Chur und weit über die Gipfel.

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Vor dem 360° Panoramarestaurant auf dem Weisshorngipfel lassen wir den Blick schweifen. Die Lage ist spektakulär, der Kuchen ziemlich gut.

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Und dann wäre da noch dieser eine Fotopunkt

Auf der Rückfahrt hinunter ins Tal machen wir kurz nach Langwies noch einmal Halt. Wir kennen inzwischen unsere Lieblingsperspektive auf den Viadukt und natürlich wissen wir auch ziemlich genau, wann der nächste Zug kommt.

Wir stehen am perfekten Fotopunkt, die Kamera ist bereit und dann kommt sie.

Die hübsche rote Bahn.

Weiß die Rhätische Bahn eigentlich, wie fotogen sie ist?

Wahrscheinlich schon.

Den besten Blick auf den Viadukt und damit den perfekten Fotospot findest du hier: Langwieser Fotopoint

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Fazit: Warum Arosa im Sommer eine Reise wert ist

Arosa war für mich vor allem ein Winterort. Skifahren, Schnee, Berge, gemütliche Hütten, das klassische Bild eben.

Nach unseren Sommertagen sehe ich das inzwischen anders.

Denn wenn unten im Tal die Temperaturen steigen, ist Arosa mit seinen rund 1.800 Metern Höhe ein wunderbarer Rückzugsort. Hier oben gibt es Bergseen statt Badeseen, Wanderwege statt Innenstadtpflaster, E-Bikes statt Stau und eine Bahn, die sich durch eine Landschaft schlängelt, bei der man ständig stehen bleiben möchte.

Und das Schöne: Man muss gar nicht besonders sportlich sein, um den Bergsommer zu genießen. Es gibt anspruchsvolle Wanderungen, gemütliche Spazierwege, E-Bike-Touren, Bergbahnen, Restaurants mit Aussicht und natürlich die Rhätische Bahn.

Die Arosa Card macht vieles davon zusätzlich unkompliziert: Bergbahnen, Ortsbus und die Rhätische Bahn gehören ebenso zum Sommerangebot wie verschiedene Freizeit- und Kulturangebote.

Und im Winter?

Da verwandelt sich Arosa wieder in das, wofür es seit Jahrzehnten bekannt ist: ein großes Wintersportgebiet mit dem Skigebiet Arosa Lenzerheide, zahlreichen Pisten und Bergbahnen. Die Region ist inzwischen als Ganzjahresdestination aufgestellt: im Sommer für Wanderer und Biker, im Winter für Skifahrer und Snowboarder.

Arosa im Sommer? Für mich eine ziemlich gute Antwort auf die Frage: „Wohin, wenn es im Tal zu heiß wird?“

Alles Liebe

Dorothee

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Die Recherchereise für diesen Beitrag wurde teilweise unterstützt von Arosa Tourismus.

Noch nicht genug von den Schweizer Bergen? In meinem Zermatt-Artikel geht es zu einem besonderen Hoteltipp und zu einem der schönsten Blicke aufs Matterhorn.

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