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Mein ganzes veganes Jahr und ein Rezept für vegane Hafercookies

17. November 2018

Wir sind keine Veganer … nicht mehr. Aber das war mal anders und ich koche und backe oft vegan. Warum, erzähle ich dir heute und du bekommst ein Rezept für vegane Hafercookies, wenn du mal probieren möchtest, wie lecker vegan schmeckt.

Ein Yoga-Retreat mit Folgen

Yoga

Vor sieben Jahren war ich aber noch auf meinem veganen Tripp. Alles begann am wunderschönen Millstätter See in Kärnten. Eine Woche nur Yoga, Wandern und veganes Essen. Ich genoss diese eine Woche so sehr und war überzeugt davon, dass die vegane Ernährungsweise die einzig richtige sein muss. Ich lernte Nahrungsmittel kennen, von denen ich noch nie etwas gehörte hatte: Seitan, Tempeh, Umeboshi, Miso, Gomasio …

Wieder zu Hause purzelte ich so unsanft von meiner Yoga-Wolke, dass ich regelrecht verzweifelt war und erst einmal überhaupt nicht wusste, was ich nun kochen und einkaufen sollte. Ich bestellte mir Bücher und kaufte Unmengen an veganen Grundzutaten im Bio-Supermarkt oder im Online-Handel ein.  So nach und nach probierte ich mich durch die Rezepte und meine Familie aß mehr oder weniger begeistert mit.

Der französische Käse war schuld

Nach einem Jahr mit Shiro-Miso-Suppe zum Frühstück und abendlicher Gemüsesuppe, brachte mich ein Urlaub in Südfrankreich zum Straucheln. Vorbildlich kaufte ich für zwei Wochen vegane Vorräte ein, um auch im Land der feinen kulinarischer Genüsse standhaft vegan zu kochen. Aber mein Mann aß schon lange nicht mehr rein vegan und auch meine damals 10-jährige Tochter bekam ja auch in der Schule „normales“ Essen.

Südfrankreich

Den Düften und Versuchungen auf den französischen Märkten konnten wir nicht widerstehen und so genoss auch ich völlig ohne schlechtes Gewissen wieder Brie de Meaux, Morbier und Comté. Damals war es noch schwer, in französischen Restaurants Gerichte zu finden, die der veganen Philosophie einigermaßen entsprachen.

 

Aber es war gut so. Es war ok für mich, dass ich mein rein veganes Jahr damit beendete. Vielleicht war ich sogar etwas erleichtert, da der Spagat zwischen Kochen für die Familie, die nicht rein vegan aß, und meinem dogmatischen Anspruch, alles bei einer streng veganen Ernährung richtig zu machen, kräftezehrend war.

Besser halbvegan als gar nicht vegan

Deshalb integriere ich in meine tägliche Kochpraxis oft Relikte aus unserem veganen Jahr. Auf meinem Blog gibt’s ja schon das ein oder andere vegane Rezept wie eine Avocado-Zitronen-Schokoladen-Mousse oder Couscous-Salat mit Green Smothie oder ganz neu meine:

Milch gibt’s für mich nur im Cappuccino, da er mir sonst nicht schmeckt. Aber für alles andere gibt es so leckere Alternativen an Pflanzenjoghurts und Pflanzenmilch, dass ich Kuhmilch auch gar nicht vermisse. Aber kein Dogmatismus mehr! Wenn ein leckeres Gericht mal Sahne verlangt, dann verwende ich auch Sahne.

Den größten Gewinn aus diesem Jahr sehe ich darin, dass ich mich intensiv mit Ernährung beschäftigt habe. Ich kenne jetzt alle Alternativen für Fleisch & Co. und weiß, was uns gut tut. Vegane Gerichte sind super lecker, aber ich liebe auch mal einen Schlemmerabend beim Italiener, nach dem ich mich am nächsten Morgen über Misosuppe mit Buchweizenporridge und abends über gedünsteten Fenchel freue.

Vegane Hafercookies: Kekse für zwischendurch – gesund und lecker

Langer Vorrede kurzes Rezept. Nun endlich möchte ich dir ein schnelles Rezept für vegane Hafercookies mitgeben, bevor die Weihnachtsbäckerei so richtig losgeht. Ich backe sie auch mal im Sommer zwischendurch, damit meine Familie den Heißhunger auf Süßes mit veganen Hafercookies stillen kann. Weil Süßes brauchen wir, gerade jetzt in der kälteren Jahreszeit.

Am besten schmecken Sie frisch gebacken. Viel Spaß beim Ausflug ins vegane Backvergnügen!

Herzlichst 

Dorothee

Vegane Hafercookies
 
Art des Rezepts: vegan, zuckerfrei
Zutaten
  • 3 Tassen feine Haferflocken
  • ½ Tasse Dinkelmehl
  • ½ Tasse gehackte Datteln
  • 1 Tasse gehackte Walnüsse
  • 1½ TL Zimt
  • ½ TL Vanillepulver
  • 4 EL Kokos- oder Olivenöl
  • 1 Tasse Agaven-, Ahorn- oder Reissirup oder Reismalz
  • 1 Tasse Wasser
  • ½ Tasse Apfelsaft
Zubereitung
  1. Alle Zutaten miteinander vermischen.
  2. Mit zwei Teelöffeln kleine Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen.
  3. Bei 170°C ca. 20 Minuten bei Umluft backen.
  4. Danach auskühlen lassen und genießen!

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